Konzeption
der

Evang. Kinderkrippe
"Weidenkoerbchen"
91757 Treuchtlingen
Tel: 09142 / 2049196
E-Mail:
kinderkrippe-weidenkoerbchen@web.de
FAX: 09142/2049125


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Klein
rein kommen – groß raus kommen
Vorwort
Die vorliegende Konzeption soll als Richtlinie für die Arbeit
in
der evang. Kinderkrippe „Weidenkörbchen“
betrachtet
werden.
Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, sie immer wieder zu
überprüfen und den Veränderungen anzupassen.
Träger
Evang. - luth. Kirchengemeinde Treuchtlingen
Pfarrer W. Krewin
Hauptstraße 50
91757 Treuchtlingen

Leitbild
Die Kinderkrippe, Am Schulhof 1, 91757 Treuchtlingen steht in
evangelischer Verantwortung.
Zum menschlichen Leben gehört die religiöse Dimension.
Ohne die Frage nach dem, was unser Leben hält und
trägt,
verarmt Leben, verliert es Orientierung und Mitte. Bildung, Erziehung
und Betreuung in evangelischer Verantwortung achtet deshalb darauf,
dass religiöse Bezüge zum Ausdruck kommen
können und
jeweils im Sinne wachsender Mündigkeit der Kinder praktiziert
werden.
Sie wird getragen durch die Evang.- Luth. Kirchengemeinde
Treuchtlingen. Die Kirchengemeinde tritt ein für das Leben.
Sie
bietet Orientierung und erschließt
Lebensmöglichkeiten. In
ihr findet Glaube Gestalt und wird Gemeinschaft erfahrbar. Diese
Grunddimensionen gelten von Anfang an, auch und im Besonderen
für
Kinder. Deshalb ist es ein Grundanliegen der Kirchengemeinde die
Trägerschaft einer Kinderkrippe zu übernehmen.

Die Kirchengemeinde trägt somit die Sorge, Kinder zu bilden,
zu erziehen und zu betreuen.
Die Kinder sollen im Zusammenwirken aller Beteiligten in der
Kinderkrippe Gelegenheit haben, in der christlichen
Überlieferung
die Impulse zu entdecken, die sie zu einem Leben als Ebenbild Gottes
ermutigen.
Sie sollen in diesem Sinne mit Geschichten, Symbolen, Festen und
anderen Vollzügen des christlichen Glaubens vertraut werden.
Es
ist deshalb drauf zu achten, dass Raum für eine Beziehung zu
Gott
im Sinne der christlich- biblischen Überlieferung gegeben
wird.
Dabei ist die religiöse Erziehung kein vom Erziehungsgeschehen
abgegrenztes Handlungsfeld, sondern durchdringt es und schenkt
Gemeinschaft. Der Glaube prägt Haltung und
äußert sich
im Verhalten, ermutigt und befähigt dazu, den anderen zu
achten
und für wert zu halten.
Die Zusammenarbeit der Kinderkrippe und der Kirchengemeinde geschieht
deshalb in einem Wechselseitigen Geben und Nehmen hinsichtlich der
gestellten Aufgaben.
Die Evangelisch- Luth. Kirchengemeinde
Treuchtlingen erfüllt im Rahmen ihrer Trägerschaft
für
die Kinderkrippe folgende Grundbedingungen, bzw. Grundaufgaben:
Der Träger, die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Treuchtlingen,
vertreten durch ihren Kirchenvorstand, sorgt für die
Erfüllung der Aufgaben in der Kinderkrippe
„Weidenkörbchen“ gemäß
den rechtlichen
Bestimmungen und Richtlinien des KJHG und des Kindergartengesetzes. Er
kann die Verwaltung und Organisation der Trägerschaft an
seinen
beschließenden Kindergartenausschuss übertragen.
- Er tritt für gute Zusammenarbeit der Eltern, der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der gesamten Einrichtung zum
Wohle der Kinder ein.
- Er achtet auf einen guten Informationsfluss zwischen allen
Beteiligten, die da sind: Der Kirchenvorstand, der
Kindergartenausschuss, der Elternbeirat, das Personal und
räumt
geeignete Formen der Kommunikation ein
(z.B. Leitung
spricht vor dem Kirchenvorstand, Leitung ist vertreten im
Kindergartenausschuss…).
- Er versucht mit den gegebenen Mitteln, die Praxis sowohl in
finanzieller, als auch personeller Hinsicht zu sicher. Er beteiligt
sich dabei an alle Initiativen, Finanzmittel zu erwirtschaften und
Ressourcen zu schaffen, um die
Entwicklung und den
Stand der Einrichtung zu sichern.
- Er ist offen für Verbesserungsvorschläge
und fördert die Weiterentwicklung der Einrichtung.
- Er grenzt Verantwortungsbereiche ab, damit effektive
Organisationsstrukturen und eine optimale Betriebsführung
möglich werden Stellenbeschreibung, Leitungskompetenzen,
Haushalt,
Elternarbeit, Zusammenarbeit mit dem
Elternbeirat,
Zusammenarbeit mit Behörden und Fachaufsicht).
- Er versucht, den organisatorischen Rahmen der
Einrichtung zu sichern, bzw. zu gewährleisten (z.B.
Stellenplan,
Öffnungszeiten, Instandhaltung, Ausstattung).
- Er unterstützt die Umsetzung und Fortschreibung
des pädagogischen Konzeptes und des
Qualitätshandbuches der
Einrichtung, um einen bestmöglichen und
zeitgemäßen
Standard der Praxis zu garantieren.
- Er unterstützt die Kinderkrippe bei der
Öffentlichkeitsarbeit.
- Er legt besonderen Wert auf religiöse Einheiten
mit den Kindern und kind- und elterngemäße
Gottesdienstfeiern.
- In Konfliktfällen kann der Elternbeirat den
Kindergartenausschuss des Kirchenvorstandes anrufen.
In unserem Weidenkorb treffen sich
Kleinstkinder im
Alter von 0 bis drei Jahren und werden dort altersangemessen und
gezielt gefördert. Der Tagesablauf ist ritualisiert, sodass
den
Kindern sehr viel Sicherheit vermittelt werden kann und es ihnen
erlaubt ist, sich “zu Hause” zu fühlen.

Räumlichkeiten
Die Gruppenbereiche sind speziell auf die Bedürfnisse von
Kleinkindern ausgerichtet. Neben den eigentlichen
Gruppenräumen
steht jeder Gruppe ein kleiner, angrenzender Nebenraum als Schlafzimmer
sowie Sanitärräume, eine Gemeinschaftsküche,
der Garten
und verschiedene Bewegungsangebote zur Verfügung.
Das Spielangebot ist sorgfältig ausgesucht, damit die Kinder
viele
verschiedene Erfahrungen machen können und
bestmöglichst
gefördert werden.
Öffnungszeiten
Montags bis Freitags
07.00 Uhr – 16.00 Uhr
Gruppen
Zwei Gruppen
Personal
Krippenleitung:
Susanne Jung
Erzieherin: Gertrud
Wagner, Stefanie Rosenwirth, Simone Sonnek
Kinderpflegerinnen:
Marianne
Adacker (AD), Sigrid Altmann, Nadine Wiesbeck (AD), Nina Hahn
Praktikanten/innen
Hausmeister:
Udo Schultheiß
Reinigungsfachkraft: Irmgard
Otter
In unseren Gruppen achten wir auf eine gute Altersmischung. Das Vorbild
der größeren Kinder regt die Kleinen zur Nachahmung
und zum
Mitmachen an, die größeren Kinder wiederum sichern
ihr
Erlerntes durch Wiederholungen, werden gestärkt durch
Bewunderung,
ihr Selbstvertrauen wächst im Erleben der eigenen
Fähigkeiten. Die Gruppe ist soziales Lernfeld: Das Kind lernt
Toleranz und Rücksicht zu üben, es lernt andere zu
trösten, sich angemessen zu äußern, und
Freundschaften
aufzubauen. Die Kindergruppe vermittelt eine Erfahrungswelt, die
Erwachsene in dieser Art nicht leisten können. Ganz
natürlich
erleben die Gruppenmitglieder, dass jedes Kind etwas Besonderes ist.

Das Kind - die
Persönlichkeit
Es ist uns wichtig die Persönlichkeit Ihres Kindes zu
respektieren
und sehr behutsam mit ihr umzugehen. Auch kleine Kinder setzen sich
bereits aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre
Entwicklung mit. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, auf
die
individuellen Bedürfnisse und Interessen des Kindes
einzugehen.
Wir unterstützen, die Kinder in ihrer Entwicklung zu
eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen
Persönlichkeiten. Wir wollen sie auf ihrem Weg zu
„starken
Kindern“ begleiten. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir
in
ersten Ansätzen die hierzu notwendigen Basiskompetenzen
ausbilden
und vermitteln. Dazu zählen zum Beispiel positive
Selbstkonzepte
auf emotionaler, motorischer und kognitiver Ebene,
Problemlösungsfähigkeiten, Wertorientierung, soziale
Grundfähigkeiten und das Akzeptieren und Einhalten von
Gemeinschaftsregeln, um sich als aktives und gestaltendes Mitglied
einer Gruppe zu begreifen.
Unsere pädagogische Haltung ist geprägt von dem
Gefühl
der Geborgenheit und der emotionalen Sicherheit für die
Kleinen.
Dies ist die Vorraussetzung für die Bereitschaft Ihres Kindes
die
verschiedensten Entwicklungsstufen zu durchleben.
Unerlässlich ist beim Umgang mit den kleinen Menschen ein
konstantes Handeln der Erwachsenen und klar definierte Grenzen und
Erwartungen, damit sich Ihr Kind orientieren kann. Ebenso wichtig ist
einfühlendes Beobachten, damit wir die Bedürfnisse
Ihres
Kindes erkennen können.
Das Kleinkind weiß,
was das Beste für es ist.
Lasst uns selbstverständlich
darüber wachen,
dass es keinen Schaden erleidet.
Aber statt es unsere Wege zu lehren,
lasst uns ihm Freiheit geben,
sein eigenes kleines Leben
nach seiner eigenen Weise zu leben.
Dann werden wir, wenn wir gut
beobachten,
vielleicht etwas über
die Wege der Kindheit lernen.
Maria
Montessori
Eingewöhnungszeit
Der Eintritt des ersten Kindes in die
Krippe ist
für Eltern und Kinder etwas Neues und Fremdes, das evtl. mit
Unsicherheit behaftet ist. Um die Trennungssituation von der Familie
positiv zu gestalten und das Kind in seiner Entwicklung zu
unterstützen, ist eine behutsame Eingewöhnung in die
Gruppe
in Anwesenheit einer Bezugsperson notwendig. Für Kinder in den
ersten 3 Lebensjahren sind die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen
und müssen dies auch bleiben. Trennungssituationen und
–ängste können sich bei Kleinkindern sehr
stark
einprägen und sie ein Leben lang begleiten. Aus diesem Grund
ist
es extrem wichtig, dass die Eingewöhnungsphase in einer
Einrichtung, in der die Kinder ohne ihre Eltern verbleiben sollen, so
einfühlsam und vorsichtig wie möglich gestaltet wird.
Für diesen wichtigen Prozess erhalten die Eltern/bzw.
Bezugspersonen Unterstützung durch das Krippenteam und sollten
sich mindestens 2 Wochen Zeit einplanen. In den ersten Tagen besucht
uns das Krippenkind für ein bis zwei Stunden gemeinsam mit
einem
Elternteil/Bezugsperson, damit es sich im Beisein eines bekannten
Erwachsenen mit den Räumlichkeiten, den päd.
Mitarbeitern und
der neuen Situation vertraut machen kann. An diesen ersten Tagen
sollten keine Trennungsversuche stattfinden.
- Bitte verhalten Sie sich möglichst passiv.
- Bespielen Sie Ihr Kind nicht, aber versuchen Sie auch nicht
es wegzuschicken. "Jeder Eroberer braucht sein Basislager"
- Beschäftigen Sie sich nach Möglichkeit
nicht
mit anderen Kindern, um das Aufkommen von Eifersucht bei Ihrem
Kind zu verhindern.
Die gemeinsame Zeit in der Gruppe gibt Ihnen Einblick in unseren Umgang
und unsere Arbeit mit den Kindern. Sie lernen uns dadurch kennen und
können so das für die Zusammenarbeit nötige
Vertrauen
aufbauen. Sie können sich an Ort und Stelle davon
überzeugen,
dass ihr Kind in guten Händen ist.
Hat das Kind eine Beziehung zu den Mitarbeiterinnen aufgebaut und sich
mit der Krippensituation angefreundet, verabschiedet sich die
Bezugsperson für kurze Zeit und verlässt
den
Gruppenraum, bleibt jedoch in Rufnähe.
- Unerlässlich ist, dass es ein „guter Tag
„ ist, dem eine „gute Nacht“ voraus ging
– Ihr
Kind sollte am Tag der ersten Trennung gut drauf sein.
- Wichtig ist dabei, dass die Eltern sich von Ihrem Kind
verabschieden. Das Kind soll dabei lernen, dass die Eltern jetzt gehen
und später wiederkommen.
- Die Eingewöhnungszeit geht manchmal nicht ohne
Tränen vor sich. Dies ist eine
natürliche und gesunde
Reaktion ihres Kindes auf die neue Situation.
- Manchmal hilft es auch, wenn die Eltern sich daran
erinnern, wie sie sich an ihrem ersten Arbeitstag gefühlt
haben.
Ihr Kind hat jetzt ähnliche Gefühle.
- Falls sich Ihr Kind nicht beruhigen lässt, wird
der Trennungsversuch von uns abgebrochen und Sie werden umgehend
herbeigerufen.
- Die abgesprochenen Bring- und Abholzeiten müssen
genau eingehalten werden.
- Um das Erlernen "Mama/Papa kommt wieder" besser zu
festigen ist es wichtig, nach dem zurückkehren in die Gruppe
auch
wirklich sofort mit dem Kind nach Hause zu gehen selbst, wenn es gerade
in ein Spiel vertieft ist!
- Denken Sie dran: wenn sich Ihr Kind erstmals vom
Elternhaus löst, sich in einer neuen Umgebung zurecht findet
und
Vertrauen zu anderen Bezugspersonen und zu einer kleinen Gruppe
Gleichaltriger fasst, ist das eine großartige
Leistung!
- Ein kontinuierlicher Ablauf, erleichtert das
Eingewöhnen. Die Pausen zwischen den Krippenbesuchen sollten
nicht
zu lang sein oder von Urlaub unterbrochen werden.
Es lässt sich nicht im Voraus bestimmen, wie alles
abläuft
und wie Ihr Kind tatsächlich reagiert. Ausgehend von der
aktuellen
Situation werden die jeweils nächsten Schritte der
Eingewöhnung zusammen mit Ihnen festgelegt und besprochen.
Also
bitte nicht gleichzeitig mit dem Krippenbeginn eine
Berufstätigkeit aufnehmen – sondern am Anfang mit
dabei sein
und später einige Tage auf „Abruf“
bereitstehen!
Zu beachten ist, dass auch nach einer "erfolgreichen"
Eingewöhnung
Phasen der Unlust und/oder des Fremdelns bei den Kindern auftreten
können.
Hierbei wollen wir auch darauf hinweisen, dass wir die
Eingewöhnungszeiten aller neuen Kinder staffeln. Es sollten
nicht
mehr als zwei Eingewöhnungskinder gleichzeitig am
Gruppengeschehen
teilnehmen. Aus unserer Erfahrung wissen wir, je weniger
Eingewöhnungskinder gleichzeitig im Raum sind, desto schneller
geht die Eingewöhnung vor sich.

Tagesablauf
Wenn die Kinder ankommen werden sie persönlich
begrüßt, die Eltern gemeinsam verabschiedet. Die
Zeit bis
zum Frühstück dient des
„Ankommens“ und des
freien Spiels. Das bedeutet, die Kinder spielen, sind einfach da und
bedienen sich des vorhandenen Spielangebotes. Wichtig ist, dass sie
auch weinen dürfen. Wenn ihnen der Abschied von den Eltern
schwer
fällt, werden sie vom Fachpersonal in einem sehr kindgerechten
Sinn gelassen und "aufgefangen".
Wenn die meisten Kinder angekommen sind, richten wir gemeinsam einen
Frühstückstisch und essen zusammen. Das
Frühstück
beginnt mit dem Händewaschen und einem Gebet, jedes Kind darf
für sich entscheiden wieviel es essen möchte und wann
es
abräumt und wieder zum Spielen geht.
Anschließend fängt die Freispielphase an. Hier haben
die
Kinder Gelegenheit, für sich, mit anderen Kindern oder mit uns
zu
spielen. Es ist die Zeit zum Bauen, Entdecken, Klettern, Tanzen,
Bilderbücher anschauen, Malen, Experimentieren oder in den
Garten
zu gehen. Diese Zeit wird situationsbedingt gestaltet. Somit kann jedes
Kind spielerisch und individuell, in einer kleinen Gruppe oder alleine,
seine Umwelt erobern, sich und andere Kinder entdecken und auf diese
Weise immer mehr seine Persönlichkeit entwickeln.

Oft rundet eine kurze Beschäftigung (Kreisspiel, etc.) den
Vormittag ab oder wir gehen, je nach Witterung, noch kurz in den
Garten. Manche Kinder werden schon bald abgeholt oder halten bereits
ein „Mittagsschläfchen“.
Anschließend essen wir gemeinsam mit den Kindern zu
Mittag.
Gegen 11.45 Uhr werden alle müden Kinder hingelegt. Sie
müssen nicht schlafen, aber die Gelegenheit zum Ausruhen und
Erholen ist für alle da, falls sie das möchten.
Der Nachmittag gestaltet sich im Ablauf wie der Vormittag, mit
Freispiel, Essenspause, kleiner Beschäftigung und evt. Spiel
im
Freien.
Planung
Die pädagogische Arbeit orientiert sich an dem situativen
Prinzip
der offenen Planung. Dabei werden Anregungen, die von den Kindern in
die Gruppe eingebracht werden, aufgenommen.
Jahreszeitliche Rhythmen und Feste werden in den Tagesablauf integriert
und manchmal gemeinsam mit den Kindergartenkindern gefeiert/erlebt.
Kurze Infos über die Aktivitäten in der Krippe
entnehmen Sie bitte dem Aushang an der Pinwand
Pflege und Sauberkeitserziehung
Die Pflegemaßnahmen benötigen bei
Kleinkindern viel Zeit.
Sie sind wichtig für das körperliche und seelische
Wohlbefinden. Körperpflege, Schlafbedürfnisse und das
Einnehmen der Mahlzeiten sind für unsere Kinder von
elementarer
Bedeutung. Deshalb wird dem Kind die Möglichkeit gegeben
seinem
eigenen Essens- und Schlafrhythmus zu folgen – aber es gibt
auch
Zeiten, zu denen alle gemeinsam am Tisch sitzen.
Das Wickeln wird nach „Bedarf“ erledigt
und ist eine
kleine Auszeit bei der wir uns ganz auf das einzelne Kind
konzentrieren. Es kann je nach Entwicklungsstand und Bedürfnis
Ihres Kindes im Stehen oder Liegen stattfinden.
Die Sauberkeitserziehung können wir nur begleiten und
gemeinsam
mit Ihnen zu einem guten Ende bringen. Deshalb arbeiten wir in dieser
sensiblen Phase sehr eng mit Ihnen zusammen und beraten sie
bestmöglichst und individuell (z.B. Stempel,
Buchempfehlung...).
Ein regelmäßiger Austausch über Erfolge und
Verzögerungen ist unerlässlich.
Den Beginn des Töpfchen- oder Toilettengehens
bestimmt
weitgehendst Ihr Kind, erst wenn es selbst Interesse an diesen
Vorgängen zeigt und in der Lage ist, den Drang, die Blase oder
den
Darm zu entleeren selbst zu spüren werden wir es aktiv dabei
unterstützen. Alles andere kann sehr leicht zur
Überforderung
führen und das Gegenteil bewirken. Das bewusste Wahrnehmen der
Blasen- und Darmentleerung ist Vorraussetzung, damit das Kind diesen
Vorgang willentlich kontrollieren kann. Studien haben gezeigt, dass das
Kind den Urin- und Stuhldrang nicht eher spürt, wenn es sehr
früh und häufig auf den Topf gesetzt wird. Die
Eigeninitiative tritt bei den meisten Kindern zwischen dem 18. und 36.
Monat ein. Die wenigsten Kinder sind am Ende des zweiten Lebensjahres
sauber und trocken. Die meisten werden im Verlauf des dritten oder
vierten Lebensjahres sauber.
Das Sauberwerden wird durch folgende Punkte erleichtert:
- Den Body gegen zweiteilige Unterwäsche eintauschen.
- Dem Kind Hosen anziehen, die es selbst öffnen und
herunterziehen kann.
- Für zu Hause die Anschaffung einer
WC-Verkleinerung und eines Fußschemels damit das Kind mit den
Füßen einen festen Halt findet bzw. eines
Töpfchens.
- Eine größere Menge an
Wechselwäsche sollte in unserer Einrichtung bereitgelegt
- Nerven behalten, wenn am Abend ein großer Beutel
Schmutzwäsche mit nach Hause genommen werden muss.
Unter Sauberkeitserziehung verstehen wir aber nicht nur das
Wickeln
und die Hinführung zum selbständigen Benutzen der
Toilette,
sondern auch die Körperpflege, z. B das Anhalten der Kinder
zum
selbständigen Hände bzw. Gesicht waschen.
Jedem Kind sollte Wechselkleidung und, bei Bedarf,
Wickelutensilien
(Windeln, Pflegeprodukte) und Bettzeug mitgegeben werden. –
Nicht
jedes Kind verträgt jedes Produkt (Allergien) und
schläft mit
jedem Kissen. Ein Liebes- oder Übergangsobjekt (Schnulli,
Schmusetier, Lieblingsauto...) darf gerne mitgebracht werden. Bitte
haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Haftung
dafür
übernehmen können. Bitte alles mit Namen versehen!

Elternarbeit
Familie und Kinderkrippe sind gemeinsam für das Wohl
der Kinder
verantwortlich. Uns geht es darum, gleichberechtigte Beziehungen
herzustellen, die eine Zusammenarbeit zwischen Eltern und uns auf der
Basis gegenseitigen Vertrauens ermöglicht.
Durch verschiedene Aufgaben werden Sie in unsere Einrichtung
eingebunden. Bitte sorgen Sie dafür, dass die
Wechselwäsche und der Windelvorrat ihres Kindes ausreichend
sind
(siehe Gruppentürinnenseite). Kontrollieren und wechseln Sie
auch
von Zeit zu Zeit das Bettzeug Ihres Kindes (evt. übers
Wochenende).
Die täglichen Tür- und Angelgespräche
ermöglichen
sowohl Ihnen als auch uns, individuelle und situationsbedingte
Informationen auszutauschen. Dies schafft auf Dauer Sicherheit und
Vertrauen im Umgang miteinander. Zu dieser Sicherheit gehören
auch
fest vereinbarte Entwicklungsgespräche, für die wir
uns gerne
Zeit nehmen.
Im Jahreslauf bieten wir verschiedene Elternabende oder
-veranstaltungen an. Bitte beachten Sie hierzu Aushänge im
Eingangsbereich und die schriftlichen Einladungen.
Bei der Planung und Durchführung unserer Feste und Feiern
hoffen wir auf Ihre Mithilfe und Teilnahme.
Nach Absprache ist es den Eltern auch jederzeit möglich einen
Tag
in der Kinderkrippe mit zu erleben (Hospitation).
Im Alter von 1-3 Jahren sind zusätzliche Angebote oder
Ausflüge nur mit Unterstützung der Eltern
durchführbar.
Elternbeirat
Was macht eigentlich der Elternbeirat?
Wir, der Elternbeirat verstehen uns als Bindeglied zwischen
Eltern und Erziehern unserer Kinderkrippe.
An uns kann man sich mit allem wenden, ob es sich um Probleme mit dem
Erziehungspersonal, der Leitung oder dem Träger
handelt oder
auch mit Problemen zwischen den Eltern.
Wir sind für alles und jeden offen.
Wir treffen uns regelmäßig zum Austausch und
können
dabei Probleme klären oder Veranstaltungen organisieren.
Gerne nehmen wir auch Verbesserungsvorschläge und Ideen aller
Art an.
Wir kümmern uns aber nicht nur um die Belange der Kinder und
Eltern.
Wir organisieren auch Feste und Basare (z.B. Flohmarkt, Laternenfest
usw.)
Das Geld, das dabei erwirtschaftet wird kommt zu 100% der Einrichtung
zu Gute, und wird für Investitionen verwandt.
Es werden davon z.B. ein Teil der Weihnachtsgeschenke
für die Krippe gekauft.
Die freiwillige „Arbeit“ im Elternbeirat macht viel
Spaß, außerdem erhalten wir noch mehr Einblick in
das
Geschehen der Krippe als außenstehende Eltern.
Deshalb hier der Aufruf: „bewerbt Euch bitte
zahlreich bei der Elternbeiratswahl und gestaltet die Krippe aktiv
für Eure Kinder mit!“
Der Elternbeirat
Pädagogische Zielsetzung und
Umsetzung
Basiskompetenzen
Basiskompetenzen sind grundlegende Fähigkeiten/ Fertigkeiten
und
Persönlichkeitsmerkmale, die dem Kind helfen sollen, mit
anderen
Kindern und Erwachsenen in Kontakt zu treten und sich mit sich und
seiner Umwelt auseinandersetzen zu können.
Definition
Basis: kommt aus dem Griechischen und bedeutet Grundlage
Kompetenz: aus dem Lateinischen und bedeutet Fähigkeit
Die nachfolgenden Basiskompetenzen und ihre Umsetzung in der
Bildungs-und Erziehungsarbeit stehen im Fokus unserer Krippenbetreuung.

Selbstwahrnehmung
Unter Selbstwahrnehmung versteht man u.a. das Selbstwertgefühl
und
die positiven Selbstkonzepte ( Wie bewertet ein Kind seine
Eigenschaften, seine Fähigkeiten und was weiß es
über
sich) - eine Voraussetzung für die Entwicklung eines gesunden
Selbstvertrauens.
Wir setzen die Förderung zur Selbstwahrnehmung wie
folgt um:
- Wir setzen an den Stärken der Kinder an
- Durch angemessenes Lob werden die Kinder bestärkt
- Aufgaben werden entwicklungsgemäß
gestellt
- Dem Kind die Möglichkeit geben
„Nein“ zu sagen
- Wir schaffen eine vertrauensvolle und emotionale Bindung
- Durch aktives Zuhören und Verbalisieren der
Gefühle wird das Kind in seiner Persönlichkeit ernst
genommen.
- Der Übergang vom Elternhaus in die Einrichtung
wird bewusst vorbereitet und gemeinsam mit den Eltern gestaltet.
- Beim Wickeln, Füttern und anderen pflegerischen
Tätigkeiten entwickelt sich eine gute Beziehung zwischen Kind
und
Erzieherin.
Motivationale Kompetenz
Das Kind soll sich als Verursacher seiner Handlung sehen
(Autonomieerleben). Es soll zu der Überzeugung gelangen, dass
es
schwierige Aufgaben durch eigene Möglichkeiten
bewältigen,
sich selbst steuern, Neugierde und eigene Interessen entwickeln kann.
Wir setzen die Förderung zur motivationalen Kompetenz
wie folgt um:
- Das Kind wird durch altersangemessene Aufgaben
unterstützt, die geringfügig über dem
Leistungsvermögen des Kindes liegen.
- Genaues Beobachten verhindert Über- bzw.
Unterforderung
- Handlungen und Problemlösungsprozesse werden
kommentiert, die
- Kinder durch bewertete Aussagen belohnt.
- Ermunterung und Unterstützung wird gegeben
- Zeit und Raum zum selbständigen Tun werden zur
Verfügung gestellt.
- Materialien werden nach dem individuellen Entwicklungsstand
angeboten.
Kognitive Kompetenzen
Kinder sollen lernen durch eigenes Tun und eigene Aktivität.
Am
Besten gelingt dies, wenn alle Sinne des Kindes angesprochen werden.
Das Kind setzt sich mit Themen auseinander, vergleicht, schafft
Verbindungen, zieht Schlüsse, sammelt Erfahrungen und
erweitert so
sein Denken und das Gedächtnis.
Wir setzen die Förderung zur kognitiven Kompetenz wie
folgt um:
- Angebote und Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme
mit allen Sinnen
- Experimente mit verschiedenen Elementen aus Natur und Umwelt
- Altersgemäße Bilderbücher,
Reime, Geschichten usw. werden den Kindern angeboten
- Zur Problemlösung eigene Möglichkeiten
finden lassen, es gegebenenfalls unterstützen
- Aktiv am Geschehen teilnehmen
- Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten
anbieten
Physische Kompetenz
Hierbei unterteilt man die Verantwortung für Gesundheit und
körperlichem Wohlbefinden, und grob –und
feinmotorische
Kompetenz (siehe auch Bewegungserziehung), sowie die Fähigkeit
zur
Regulierung von körperlicher Anspannung (z.B.
Übergangsobjekt).
Wir setzen die Förderung der physischen Kompetenz wie
folgt um:
- Rechtzeitiges Wechseln der Windeln
- Achten auf entsprechende Kleidung, um Überhitzung
und Unterkühlung zu vermeiden
- Hände waschen, vor dem Frühstück
- Ausreichendes Lüften der Räume.
- Auf gesundes Essen und Trinken wird geachtet
- Ernährungsvorschriften (Allergien) werden mit den
Eltern abgesprochen

Soziale Kompetenzen
Grundlage dafür ist eine gesunde emotionale Bindung, zuerst zu
den
Eltern, dann in der Kinderkrippe zum Erzieher und zu den anderen
Kindern.
Wir setzen die Förderung der sozialen Kompetenzen wie
folgt um:
- Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der
Kinder werden wahrgenommen und aufgegriffen
- Das Kind wird ernst genommen
- Auf die Körpersprache des Kindes wird sorgsam
geachtet
- Das Einhalten von Regeln wird durch Wiederholen
geübt
- Gesprächsregeln werden durch Kommunikation
untereinander geübt (z.T. mit
gebärdengestützter Kommunikation)
- Das Kind wird in Konfliktsituationen ernst genommen,
begleitet und unterstützt.
Entwicklung von Werten und
Orientierungskompetenzen
Das Kind erfährt sich als Teil einer Gemeinschaft mit Normen
und Werten. Es soll unvoreingenommen auf Andere zugehen
Wir fördern die Entwicklung von Werten und
Orientierungskompetenzen wie folgt:
- Es gibt Regeln wie z.B. nicht schlagen, nicht
schubsen….
- Mahlzeiten und Getränke werden am Esstisch
eingenommen
- Alle Kinder werden angeleitet sich gegenseitig zu helfen
und zu unterstützen
- Unser Vorbild vermittelt Wertschätzung und Respekt
gegenüber anderen Kulturen
Fähigkeit und Bereitschaft zur
Verantwortungsübernahme
Das Kind lernt Verantwortung für das eigene Handeln,
gegenüber anderen Menschen, für Natur und Umwelt.
Wir fördern Verantwortungsübernahme unter
anderem durch:
- Gemeinsames Aufräumen der Spielsachen
- Mithilfe bei häuslichen Arbeiten wie z.B. Tisch
decken
- Verschiedene Naturerfahrungen
- Hinführung zur Übernahme von
altersgemäßen Aufgaben (z.B. die Kinder helfen sich
gegenseitig)
Fähigkeiten und Bereitschaft zur
demokratischen Teilhabe
Das Kind lernt seine Meinung einzubringen, die Meinung der anderen zu
akzeptieren. Durch das Einhalten von Regeln, überdenken von
Standpunkten wird das Kind auf das Leben in einer
demokratischen Gesellschaft vorbereitet.
Wir fördern die Fähigkeit und Bereitschaft
zur demokratischen Teilhabe durch:
- Vorbildfunktion der pädagogischen Mitarbeiter
- Einbeziehung der Kinder bei Entscheidungen (z.B. was
spielen wir heute im Kreis?)
- Durch unsere Begleitung, Unterstützung,
Bestärkung, Achtsamkeit

Resilienz
Sie ist die Grundlage für einen kompetenten Umgang mit
individuellen, familiären und gesellschaftlichen
Veränderungen und Belastungen. In jeder Entwicklungsstufe hat
der
Mensch Aufgaben zu bewältigen, die für seine weiter
Entwicklung von großer Bedeutung sind. Diese Aufgaben oder
Entwicklungsstufen stellen immer Herausforderungen bzw. Stressfaktoren
dar, die auf unterschiedlichste Weise bewältigt werden
können. Die Stabilität und
Widerstandsfähigkeit eines
Menschen steigt mit der Vielzahl der Bewältigungsformen, auf
die
er zurückgreifen kann.
Wir fördern Resilienz wie folgt:
- Einfühlsames Eingehen auf Trennungsängste
und Krisen während der Eingewöhnungsphase
- Krisenhafte Situationen werden als Chance zur
Bewältigung von Ängsten und Unsicherheiten genutzt
- Eigenaktivitäten und Eigenverantwortung werden
gestärkt
- Positive Beziehungen werden ermöglicht
- Kinder werden auf Veränderungen vorbereitet
- Annehmen der Kinder
- Wertschätzenden Umgang miteinander
- Angenehmes Gruppenklima
- Stressfreier Tagesablauf
Lernmethodische Kompetenzen - Lernen wie man
lernt
Jedes Kind lernt von Geburt an, weil es aktiv und neugierig ist. Das
Kind soll lernen erworbenes Wissen anzuwenden und zu
übertragen,
eigene Lernprozesse wahrnehmen, zu steuern und zu regulieren.
Wir fördern die Lernkompetenz wie folgt:
- Das Kind soll sich ganzheitlich entwickeln
- Es erhält emotionale Zuwendung und
Verständnis
- Es erhält die nötige Zeit und den Raum,
um die verschiedenen Dinge in seiner Umgebung wahrzunehmen und zu
verstehen
- Die Kinder werden ermutigt, aber nicht gedrängt
- Erreichte Lernschritte werden positiv kommentiert
Bildung in der Kinderkrippe?
Ja. Wir fördern Ihr Kind nach den im bayrischen
Bildungs- und
Erziehungsplan beschrieben Grundlagen. Im Folgenden möchten
wir
Ihnen diese Bildungsbereiche mit unseren Zielen und deren Umsetzung
vorstellen.
Mathematische Bildung und Förderung
Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?
- Mathematisches Talent kann sich dann am Besten entfalten
wenn
Kinder frühzeitig Gelegenheit erhalten, mathematische
Lebenserfahrungen (Größe, Gewicht, Zeit, Raum,
Menge,
räumliche Wahrnehmung, Rhythmus, Ordnen, Formen) mit allen
Sinnen
zu begreifen und zu erproben. Alltagssituationen werden von uns genutzt
um den Kindern mathematische Erfahrungen bewusst zu machen.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Indem Ihr Kind im Ballbecken oder in Naturmaterialien
„baden“ darf.
- Wahrnehmen der Raum-Lage-Position des Kinders z.B.
„oben
sein“, etwas „hinauftragen“, runter
springen, rein
klettern
- Kennenlernen einfacher geometrischer Formen wie z.B. rund,
eckig, kreisförmig, rechteckig, quadratisch, dreieckig etc. .
- Ordnen und sortieren z.B. beim Aufräumen
- Zeit wahrnehmen z.B. „Zuerst essen wir, dann
schläfst du und dann kommt dein Papa und holt dich
ab.“
- Umgang mit Begriffen wie z.B. größer und
kleiner
- Verse, Reime, Fingerspiele mit entsprechenden Texten
- 1-zu-1-Zuordnung: z.B. „Jeder bekommt ein
Gummibärchen.“
Naturwissenschaftliche und technische Bildung
Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?
- Kinder wollen wissen wie etwas schmeckt, wie es sich
anfühlt, wie es funktioniert und ob es immer so funktioniert.
Ihr
Forschungsinteresse gilt z.B. dem Wasser, der Falllinie, dem
Lichtschalter, etc.
- Die Kinder machen dabei Fortschritte in ihrer Entwicklung.
Ihre
Beobachtungsfähigkeit wird differenzierter und genauer, hier
wollen wir sie unterstützen.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
dieses um:
- Durch Experimente erleben und erfahren die Kinder
naturwissenschaftliche Vorgänge. „Wasser ist
flüssig“, „Schnee schmilzt“
- Mit Ihrem Kind Saatkörner einsäen, um das
Wachstum der Pflanzen bewusst zu erleben.
- Das Wetter beobachten.
- Eigenschaften unterschiedlicher Stoffe kennenlernen z.B.
fest – flüssig, heiß – kalt
- Vorgänge in der Umwelt beobachten z.B.
„es
schneit“, „hell und dunkel“,
„Kugeln rollen
nach unten“, etc.
- Naturmaterialien sammeln und begreifen
- Verschiedene Geschmacksrichtungen kennen lernen
- Unterschiedliche Oberflächen und Materialien
erforschen
- Einfache technische Versuche z.B. Licht an und ausmachen,
Bilder am Laptop weiterschalten
- Sinnliche Erfahrungen: planschen, schütten,
kneten, pusten, riechen, etc.

Ethische und religiöse Bildung
warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?
- Grundlagen des christlichen Glaubens vermitteln
- Werte und Normen vermitteln
- Lernen mit Krisen, Brüchen und
Übergängen im Leben gut mit Hilfe der Religion zu
Recht zu kommen.
- Kinder bei ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung
helfen.
- Ihr Kind in seinem Selbstwertgefühl und seiner
Selbstbestimmung zu unterstützen.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Die Kinder erleben und staunen vor der Schöpfung
- Wir sind alle Menschen und machen auch mal Fehler
àKultur des Verzeihens
- Einfache biblische Erzählungen und Rituale.
Inhalte
kennenlernen z.B. „Der gute Hirte“, Beten vor dem
Essen,
christliche Feste bewusst erleben
- Mitverantwortung für unseren Krippenalltag tragen
z.B. „Aufräumen“
- Konflikte aushalten und austragen lernen, bereit sein
Lösungen zu finden
- Auf gewaltsame Auseinandersetzungen zugunsten eines
verbalen oder gestikulierenden Aushandelns verzichten
- Mit Misserfolgen umzugehen und es erneut zu versuchen
- Jeder Mensch ist etwas Besonderes, wir begegnen ihm mit
Achtung und Toleranz
- Die Unterschiede der einzelnen Menschen kennen zu lernen,
und einander zu helfen
- Den eigenen Willen entdecken und Teile des Lebens selbst zu
bestimmen
Umweltbildung und Erziehung
Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?
- Umweltbildung findet täglich durch
Naturbegegnungen,
Erlebnissen mit Tieren und Pflanzen und dem Umgang mit Naturmaterial
statt. Die Kinder erhalten die Möglichkeit Umwelt mit allen
Sinnen
zu erfahren und sie als unersetzlich und verletzbar wahrzunehmen.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Tiere und Pflanzen kennen lernen
- Die Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen
- Naturmaterialien kennenlernen (Erde, Sand, Steine, Blumen,
Blätter, etc.)
- Emotionaler Zugang zur Umwelt
- Freude und Entspannung (Sonnenstrahlen auf der Haut
spüren, barfuß durchs Gras laufen, etc.)
- Den Kindern Zeit und Raum geben, eigene Erfahrungen zu
machen z.B. falle ich in den Schneematsch, werde ich nass.
Musikalische Bildung und Erziehung
Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?
- Schon im Mutterleib hören Babies Töne,
sie leben in
dem ersten Monaten überwiegend in einer Klangwelt und nehmen
akustische Reize viel stärker wahr als optische
- Musik kann zur Entspannung, Aufmunterung, Lebensfreude und
emotionalen Stärke und damit zur Ausgeglichenheit beitragen.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Ihr Kind soll Freude an der Musik und am Singen finden.
- Die Kinder lernen ihren eigenen Körper als
Instrument kennen.
- Über Bewegung erleben und spüren die
Kinder Takt und Rhythmus.
- Die Kinder sammeln Erfahrungen mit einfachen Instrumenten.
- Durch das Singen von Liedern (auch Schlafliedern), durch
rhythmisieren und „Kniereitern“.
- Durch das Angebot von Bewegungsspielen und Tänzen
- Unterschiedliche Materialien und Instrumente, die eine
Differenzierung von Klängen ermöglicht z.B.
„Trommeln
auf dem Tisch oder Boden“.
- Akustische Signale, die die Kinder zum Aufräumen
oder zum Schlafen anregen
- Bewusster Einsatz von CDs

Bewegungserziehung
Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?
- Im Krippenalter ist Bewegung unverzichtbar, um der
natürlichen Bewegungsfreude des Kindes Raum zu geben, das
Wohlbefinden und die motorischen Fähigkeiten zu üben,
sowie
eine gesunde Entwicklung anzuregen.
- Die Bewegungsbedürfnisse Ihres Kindes
einzuschränken
bedeutet die Entwicklung des Kindes empfindlich zu stören.
(Haltungsschäden, Entwicklungsverzögerung,
Organleistungsschwäche, Koordination, Kondition, weniger
Ausdauer,
Aggressionsabbau, etc.)
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Die Kinder erkennen ihre eigenen körperlichen
Grenzen und
erweitern diese durch üben (z.B. Treppen steigen, Bobbycar
fahren,
Spaziergänge)
- Wir fördern die Fein- und Grobmotorik der Kinder.
(Schneiden, Puzzeln, Springen, Rennen)
- Die motorischen und koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten regen wir an. Die Kinder erproben und verfeinern dies
dadurch. (z.B. Klettern, Werfen und Fangen von Bällen)
- Eine offene Raumgestaltung mit unterschiedlichen Ebenen und
Freiräumen.
- Das Angebot von verschiedenen Fahrzeugen oder anderen
Fortbewegungsmitteln (z.B. Rody-Pferde etc.)
- Freies Bewegen im Außenbereich.
- In dem wir mit Ihnen Absprachen über bequeme
Kleidung ohne
Bänder oder Kordeln treffen – dies
ermöglicht Ihrem
Kind sich frei zu bewegen.
Ästhetische, bildnerische und
kulturelle Bildung und Erziehung
Warum sind uns diese Bildungsziele wichtig?
- Zu Beginn der bildnerischen Ausdrucksentwicklung stehen die
Urformen des Kritzelns, später lernt das Kind noch andere
Gestaltungsformen (bis hin zum Schreiben)
- Neugier, Lust und Freude am eigenen schöpferischen
Tun
sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung
– wir
ermöglichen diese Erfahrungen den Kindern.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Die Kinder lernen unterschiedliche Gestaltungsmaterialien
kennen (flüssige Farbe, Wasserfarbe, Knete, Papier, Pappe,
Sand,
etc.)
- Die Arbeiten der Kinder werden wertgeschätzt und
anerkannt (es geht uns nicht um das Herstellen von Produkten)
- Die Schaffung von Zeit und Raum für Experimente
mit unterschiedlichen Farben, Stiften, Kleister, Ton, Knete und
Papieren.
- Die Gestaltung des Flurs oder Gruppenraumes mit
Kinderarbeiten.
- Die Gestaltung der eigenen Malmappe Ihres Kindes und
sammeln der Kinderarbeiten in dieser.
- Die Bereitstellung guter und hochwertiger Materialien
- Zusammenarbeit mit den Eltern in der Anerkennung der Werke.
- Grundverständnis von Farben und Formen erwerben.

Gesundheitserziehung
Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?
- Gesundheitsförderung beginnt ab der Geburt.
- Grundlegende Einstellungen und Gewohnheiten für
gesundes
bzw. ungesundes Verhalten entwickelt sich bereits in den ersten
Lebensjahren, besonders den ersten drei – sie bleiben oft
lebenslang erhalten und aktiv z.B. Gesundheitsprobleme wie
Übergewicht, Sucht oder geringe Stressresistenz.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- In Kooperation mit den Eltern bieten wir den Kindern eine
gesunde Ernährung an.
- Die eigene Körperwahrnehmung der Kinder wird
gestärkt
z.B. Massagen, verschiedene Untergründe zum drüber
krabbeln,
Sandsäckchen, Kissen, Decken.
- Ständig zugängliche Getränke
(überwiegend ungesüßter Tee und Wasser)
- Die Mithilfe Ihres Kindes bei der Zubereitung von Speisen
(z.B.
Waffeln backen, Grießbrei kochen, Fläschchen
zubereiten).
- Eine individuelle Schlafenszeit und einen eigenen
Schlafplatz
- Unterstützung bei der Körperpflege wie
Hände waschen, Windelwechsel, Toilettenbenutzung aus eigenem
Antrieb.
- Säuglinge und Kleinkinder reagieren auf
Stresssituationen
durch das Aufsuchen einer Bezugsperson oder eines Beruhigungsobjektes
(z.B. Schmusetier). Wir versuchen beides bereitzuhalten bzw. durch die
lange Eingewöhnung Ihrem Kind die Kontaktaufnahme zu
verschiedene
Bezugspersonen zu ermöglichen.
- Kennenlernen des eigenen Körpers,
Körperteile benennen
- Jeder darf solange Essen, wie er möchte
Emotionalität, soziale Beziehungen und
Konflikte
Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?
- Babies kommen bereits mit emotionalen und sozialen
Kompetenzen
auf die Welt. Diese sind Voraussetzungen, dass es sich in unserer
sozialen Gemeinschaft einfinden kann.
- Kleinstkinder benötigen konstante Beziehungen zu
verschiedenen Personen (Erwachsene und Kinder) um sich sozial und
emotional entwickeln zu können. So werden sie
selbstständiger, leistungsfähiger, offener, lernen
sich Hilfe
zu holen und Probleme zu lösen, entwickeln ein hohes
Selbstwertgefühl und ein positives Selbstbild.
- Von Geburt an sind Kinder herausgefordert zu lernen, wie
sie
ihre Gefühle, ihr Temperament steuern und auf die Emotionen
anderer reagieren
- Konflikte gehören zum Alltag. Kinder
können einige davon alleine lösen, bei manchen
benötigen sie Hilfe.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Ihr Kind sollte seine eigene Gefühlswelt
kennenlernen und ein emotionales Verständnis von sich selbst
entwickeln (z.B. „Mein Freund ist traurig und weint, ich
bring
ihm ein Taschentuch und seinen Lieblingsteddy“)
- Wir nehmen Rücksicht aufeinander (z.B. Wir warten
an der
Treppe auf die Anderen ; wir halten uns an einfache Regeln und
Strukturen)
- Wir lernen uns in einer Gruppe von Menschen (Erwachsene und
Kinder) zurecht zu finden, verschiedene Beziehungen aufzubauen,
Konflikte auszutragen, Freunde zu finden
- Das Kind lernt, Wünsche und Bedürfnisse
zum Ausdruck
zu bringen, zuerst nonverbal später verbal z.B.
„Kann ich
bitte Wasser haben?“

Sprache und Literacy
Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?
- Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung für das
Leben
in einer Gemeinschaft und für schulischen und beruflichen
Erfolg
- Kinder versuchen von Anfang an mit ihrer Umwelt zu
kommunizieren – zuerst mit Gestik, Mimik und Lauten
–
später mit Worten und Sätzen.
- Einige Kinder unserer Einrichtung wachsen zu Hause mit
verschiedenen Muttersprachen auf. Wir sprechen in der Krippe Deutsch
und ermutigen die Eltern ihre jeweilige Landessprache mit den Kindern
zu nutzen. So versuchen wir Wortverwechselungen und dem Dysgrammatismus
vorzubeugen.
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Kinder lernen sprechen, durch die intensive Kommunikation
mit
einer Bezugsperson. Wir versuchen den Kindern dieses Umfeld zu
ermöglichen und Freude am Dialog zu vermitteln.
- Kinder lernen zuzuhören, dies benötigen
sie im späteren Leben (Kindergarten, Schule, etc.)
- Durch Spiele, Reime, Gedichte, Kniereiter, Fingerspielen,
Lieder, Bilderbüchern, Verse und das tägliche
Gespräch
lernt Ihr Kind sich zuerst über Mimik und Gestik
später mit
Worten und Sätzen zu verständigen.
- Erster Zugang zu Literatur wird ermöglicht.
- Eine sprachliche Begleitung alltäglicher
Situationen wie z.B. Wickeln.
Informations- und Kommunikationstechnik, Medien
Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?
- In unserer Gesellschaft sind Medien unabdingbare Faktoren
des
öffentlichen, politischen, kulturellen, wirtschaftlichen,
privaten, schulischen und beruflichen Lebens.
- Sie sind Bestandteil unserer Lebensführung.
- Medien beinhalten Chancen und Risiken
In unserem pädagogischen Alltag setzen wir
diese Ziele um:
- Medien im Alltag entdecken und bewusst in der Krippe
einsetzen:
- Auditiv: Musik- CDs
- Visuell: Fotos, Bilderbetrachtungen (teilweise auf dem
Laptop), Bilderbücher
- Haushalt: Geschirrspüler, Mikrowelle,
Kühlschrank, Telefon, Lampen
- Büro: Kopierer, Drucker, Digitalkamera
- Familien bei Medienerziehung unterstützen / beraten
„Wenn Du ein Kind siehst,
hast Du GOTT auf frischer Tat ertappt!“
Martin Luther
Offene Arbeit
Wir arbeiten altersübergreifend und als offenes Haus
zwischen
den Gruppen. So können Freundschaften entstehen,
Geschwisterkinder
können sich gegenseitig besuchen und es ergeben sich Vorbilder
und
Patenschaften, bei denen beide Kinder profitieren: die Kleinen lernen
von den Großen (z.B. Sprache, Toilettengang) und die
Großen
von den Kleinen (Rücksichtnahme, Sozialverhalten,
Selbstvertrauen).
Übergang Krippe - Kindergarten
Wenn die Krippenkinder langsam größer
werden und der
Flohkiste entwachsen, ermöglichen wir den Kindern einen
sanften,
nahtlosen Übergang in den Kindergarten „Unter dem
Regenbogen“.
Die zukünftigen Kindergartenkinder werden langsam mit dem
jeweiligen Gruppenpersonal vertraut gemacht, dürfen die neue
Gruppe schon mal besuchen und werden von einem
„Paten“
(Kindergartenkind) dort begleitet. Den Abschluss der Krippenzeit bildet
eine kleine Abschiedsfeier.

Ernährung
Bei uns gibt es für die Kinder warmes Mittagessen,
welches von
Ihnen bestellt werden kann (Kosten 1,90 €). Oder wir
erwärmen
bei Bedarf mitgebrachtes Essen der Kinder. Grundsätzlich
sollte
das Essen altersgerecht zerkleinert sein.
Getränke stellen wir in Form von
ungesüßtem Tee,
Mineralwasser, Milch und Kakao zur Verfügung. Dienstags
gibt’s Müsli. Wir bitten die Eltern, den Kindern
keine
Süßigkeiten zur Brotzeit mitzugeben.
Maßnahmen zur
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
- Eine jährlich stattfindende Elternbefragung z.B.
zur
pädagogischen Arbeit, Raumsituation, Essen,
Betreuungssituation,
Personal usw. gibt Aufschluss
darüber, wie zufrieden die Eltern und die Kinder mit der
Einrichtung sind. Hieraus gewonnene Erkenntnisse können
umgesetzt
werden.
- Entwicklungsgespräche mit den Eltern
- Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung und des
Verhaltens jeden einzelnen Kindes.
- Übergabepinnwand für die
pädagogischen Fachkräfte und die Eltern
- Foto-CDs auf denen der Gruppenalltag dokumentiert wird,
diese können die Eltern erhalten.
- Aushang von Rückblicksplänen
Im Besonderen sorgt der Träger für
eine zeitgemäße und gute Personalsituation, bzw.
Teamentwicklung
Soweit nicht in Zukunft anderes vorgesehen wird,
beschließt
der Träger Dienstverhältnisse nach TVL in
Zusammenarbeit mit
der Mitarbeitervertretung und der Verwaltungsstelle:
- Er legt besonderen Wert auf eine sorgfältige
Auswahl der Mitarbeiter/innen und Führungskräfte.
- Er garantiert eine genügende Fort- und
Weiterbildung (mindestens pro Fachkraft 5 Arbeitstage pro Jahr).
- Er befürwortet bei Notwendigkeit auf Antrag,
Supervision, bzw. Kompakttraining.
- Er versucht eine gute und nachvollziehbare
Überstundenregelung zu treffen (siehe Handbuch).
- Er beschließt zwei „Putztage“
in der Einrichtung pro Jahr. (Die Einrichtung bleibt geschlossen!)
- Er beschließt einen Tag zur Arbeit an der
Konzeption und
einen Planungstag pro Jahr, um die Qualität zu entwickeln und
zu
kontrollieren. (Die Einrichtung bleibt geschlossen!)
- Er gewährt einen Tag Sonderurlaub für
Mitarbeiter/innen, die länger als ein Jahr im Kindergarten
arbeiten, als Ersatz für Kirchweihtag, Geburtstag und
Hausfrauentag.
- Er gewährt Sonderzuwenderung (siehe BAT).
- Er stützt besonders die Leitung
(regelmäßige Dienstbesprechungen…).
- Ein(e) Vertreter(in) kann regelmäßig an
den Elternbeiratssitzungen teilnehmen.
- Ein(e) Vertreter(in) kann 3- 4mal im Jahr an den
Teambesprechungen teilnehmen.
- Er nimmt in allen Fällen seine
Fürsorgepflicht wahr.

Teamarbeit
„Hakt`s im Team – leiden die
Kinder“
(Brigitte Stangenberg)
Um Kinder in ihrer Entwicklung und Eltern in ihrer
Erziehungsaufgabe
kompetent unterstützen zu können, kommt es auf die
Persönlichkeit und die Qualifikation des Fachpersonals an.
Wir wollen eine vertrauensvolle und auch unterstützende Arbeit
innerhalb des Teams verwirklichen. In der täglichen
Zusammenarbeit
und den regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen wird
großer Wert auf den gemeinsamen Erfahrungs- und
Informationsaustausch gelegt. Jeder darf seine Meinung
äußern und wird gehört. Probleme
innerhalb der
Kindergruppe oder des Teams werden angesprochen und einer
Lösung
zugeführt. Wichtige Entscheidungen und
pädagogische
Belange werden im Team geplant, besprochen und reflektiert. Die Basis
einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit sind
außerdem Offenheit und gegenseitige Anerkennung.
Dadurch können die unterschiedlichen Teammitglieder
miteinander
wachsen, so dass für die Kinder eine harmonische,
anspruchsvolle
Erziehungsarbeit entsteht. Dies ist ein intensiver Prozess, der von
jedem fordert, immer wieder sein eigenes Denken und Handeln zu
reflektieren. Hier wünschen wir uns eine Stimmung, die auch
mal
eine kritische Auseinandersetzung erlaubt, in der es möglich
ist,
Grenzen zu erkennen, Hilfe zu geben und anzunehmen, die kreative
Lösungsmöglichkeiten zulässt,
Schwächen annimmt und
Stärken nutzt.
Besprechungen über Termine, Aktivitäten und
Regeln, die
den Gruppenalltag betreffen, ein intensiver Austausch über die
Beobachtung des einzelnen Kindes, sowie der Kindergruppe insgesamt, und
das Vor- und Nachbereiten von Elterngesprächen
gehören
ebenfalls dazu.
Außerdem bieten wir wechselnden Praktikantinnen die
Gelegenheit bei uns mitzuarbeiten und die Erfahrungen für ihre
Ausbildung zu nutzen. Die jeweils aktuellen
„Steckbriefe“
hängen im Gruppenbereich aus. Manchmal werden wir auch als
Hospitationseinrichtung angefragt, diesem Wunsch kommen wir im Rahmen
unserer Möglichkeiten gerne nach.
Zum Team im weiteren Sinn zählen wir aber auch
Träger,
Elternbeirat sowie Hausmeister, Reinigungskräfte oder
Mitarbeiter
von Fachdiensten. Auch diesen erweiterten Personenkreis
möchten
wir miteinbeziehen und regelmäßigen Kontakt
pflegen.
Haltungen/Aufgaben des Teams während der
Arbeit am Kind:
- Erkennen der Bedürfnisse des Kindes, diese
verstehen, und beantworten.
- Gewissenhaft zu beobachten und diese Beobachtungen mit
entwicklungspsychologischen Erkenntnissen in Bezug zu setzen und
entsprechend in den Alltag mit einzubeziehen.
- Wissen, was Kindern in den verschiedenen Entwicklungsphasen
zugetraut und zugemutet werden kann.
- Ihrem Kind Hilfestellung bei Kontaktaufnahme und
Konfliktbewältigung geben
- Immer wieder eine anregende Umgebung für Ihr Kind
zu
bereiten, sodass es in seinem Bewegungs- und Forschungsdrang und damit
in seiner Entwicklung unterstützt wird.
- Trost bei Niederlage oder Ungerechtigkeit spenden.
- Erkennen und Respektieren von Vorlieben oder Ablehnungen
ist
für uns selbstverständlich und entspricht dem
wertschätzenden Umgang.
- Unterstützung/Beratung/Austausch mit den Eltern im
Tür- und Angelgespräch.
- Für neue Ideen und Anregungen, auch seitens der
Eltern, sind wir stets offen.
Im
Weidenkörbchen sind Kinder
zu Hause, wenn Sie nicht zu Hause sind
Tätigkeiten des Teams außerhalb der
Gruppenzeit
- Pflegerische und hauswirtschaftliche Arbeiten
- Vorbereitung, Planung und Reflexion der Arbeit
- Elterngespräche, Elternabende und
Elternbeiratssitzungen
- Teamgespräche wöchentlich
- Gemeinsame Feste und Ausflüge mit Eltern und
Kindern
- Praktikantenanleitung
- Nach einer Fortbildungsveranstaltung werden alle
Teammitglieder
über die Inhalte informiert. Gleichzeitig wird bei Bedarf, ein
Konzept entwickelt, wie dieses Wissen in den Gruppenalltag eingebaut
werden kann.
Ausbildung, Fortbildungen/Zusatzausbildungen
Das Fachpersonal ist durch mehrjährige Ausbildung an
Fachakademien und Fachschulen auf die Bildungs –und
Erziehungsarbeit vorbereitet worden. Ab September wird das gesamte
Personal an einer Weiterbildung mit Qualifikation zur Arbeit mit
Kindern unter drei Jahren teilnehmen.
Krippenleitung:
- Management und Leitung von Kindertageseinrichtungen
- Qualifizierungskampagne für
Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen mit Kindern unter 3
Jahren
- Fachpädagogin für Kinder unter drei
Jahren
Durch regelmäßige Fallbesprechungen,
Einzel-, Gruppen-
und Teamgespräche, Supervision, Beratungen, Einzel- und
Teamfortbildungen sowie die Lektüre von Fachliteratur sichern
wir
die hohe Qualität unserer Arbeit.

Aufnahmekriterien
Aufgenommen werden Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren. Nach
Möglichkeit können auch Kinder mit Behinderung
integrativ
betreut werden.
Die Kinder werden nach der Reihenfolge der Anmeldung
aufgenommen. Abweichungen ergeben sich bei:
- Aufnahmewunsch
- Kindern in sozialer Notlage (Scheidung, Todesfall,
Fremdsprachigkeit)
- Zuzug
- Alleinerziehende, die berufstätig sind,
außer sie leben in einer eheähnlichen Gemeinschaft
- Geschwisterkind besucht bereits die Einrichtung
- Alter
Stellt es sich heraus, dass ein Kind mit dem Besuch der
Flohkiste
überfordert ist, so kann es zurückgestellt werden (2
Monate
Probezeit; wird bei Bedarf verlängert).
Grundsätzlich entscheidet die Leitung über
die Aufnahme und Gruppeneinteilung der Kinder.
Kriterien dabei sind:
- Gruppenstärke
- Gruppenstruktur (Alter, Geschlecht, Sprache)
Anmeldeverfahren:
Die Anmeldung erfolgt schriftlich
durch die
Erziehungsberechtigten. Bitte rufen Sie vorher an und vereinbaren Sie
einen Termin (Tel. 09142/2049196). Das zukünftige Krippenkind
darf
natürlich gerne mitkommen. Bei freien Kapazitäten
kann eine
Aufnahme zum nächsten Monat erfolgen. Gibt es keine freien
Plätze, werden alle wichtigen Daten in der Vormerkung erfasst.
Die
Aufnahme kann in diesem Fall erst dann erfolgen, wenn es wieder freie
Plätze gibt. Ist Ihr Kind der Krippe
„entwachsen“,
ermöglichen wir einen fließenden Übergang
in eine
Kindergartengruppe in den Kindergarten "Unter dem Regenbogen", dabei
ist eine erneute Anmeldung erforderlich.
Schließzeiten:
Die Ferien- und
Schließzeiten werden mit dem
Träger und dem Elternbeirat abgesprochen und so früh
wie
möglich bekannt gegeben – im Regelfall
schließt die
Einrichtung cirka 25 Werktage im Jahr (meist 2 Wochen im August und 2
Wochen im Dezember).
Krankheits- und
Fehlzeiten:
Die Kinder sollten uns
regelmäßig
besuchen. Falls ein Kind nicht kommen kann, teilen Sie uns dies bitte
kurz mit. Ansteckende Krankheiten müssen sofort bekannt
gegeben
werden. Kranke und krankheitsverdächtige Kinder
dürfen die
Kinderkrippe im Interesse der gesunden Kinder nicht besuchen.
„Ein
Schnupfen hockt auf der Terrasse,
auf das er sich ein Opfer fasse…“
(Christian Morgenstern)
Öffentlichkeitsarbeit
Die Vernetzung und
Öffnung zum Gemeinwesen ist ein wesentlicher Teil unseres
Konzeptes.
Wir halten Kontakt zum
- „Burgstall
– Kindergarten“ und
dem Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ (beide in
gleicher
Trägerschaft)
- öffentlichen Ämtern, wie z.B. Jugendamt,
Gesundheitsamt und Landratsamt.
- Kontakt zum Fachpersonal anderer Krippen (Dieses Netzwerk
dient
dem Informationsaustausch sowie der gegenseitigen
Unterstützung
und Hilfestellung
- Kinderärzten
- Frühförderstelle
- Fachberatung
- Stadt Treuchtlingen und dem Städtischen
Kindergarten
- Fachakademien und Kinderpflegeschulen
- Tagesmüttern
Durch Spaziergänge in der
näheren Umgebung
und Besuche im Lebensmittelladen lernen die Kinder allmählich
das
Krippenumfeld kennen.
Unsere Kinderkrippe funktioniert nur optimal wenn alle konstruktiv
zusammen arbeiten und jeder einen Blick auf das Ganze hat. In diesem
Sinne freuen wir uns auf eine fruchtbare und lebendige, gemeinsame Zeit
in der Flohkiste.

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